POLYTEC PASSION CREATES INNOVATION

MEHR ALS „GRÜNE THEORIE“

NACHHALTIGKEIT

Die Verarbeitung von Kunststoff erfordert naturgemäß einen hohen Ressourceneinsatz. Der schonende Umgang mit Produktionsmitteln und Energie ist hier sowohl eine ökologische als auch eine ökonomische Notwendigkeit. Die Reduktion des Ressourcenverbrauchs zählt daher zu den grundlegenden Unternehmenszielen der POLYTEC GROUP. Dabei verfolgt der Konzern drei strategische Schwerpunkte.​​​​​​​

Ressourcen schonen

Im Spritzguss setzt POLYTEC auf die möglichst breite Verarbeitung von sogenannten Regranulaten und den Einsatz moderner Dosieranlagen. Wo möglich, werden prozessbedingt anfallende Angussteile zudem direkt an der Maschine eingemahlen und wieder dem Prozess zugeführt. Für die ressourcenschonende Produktion der Soft Engine Covers am Standort Hörsching erhielt  POLYTEC eine Förderung des Landes Oberösterreich sowie eine Umweltförderung der Kommunalkredit Public Consulting – ein deutlicher Beleg für die erfolgreiche Umsetzung effizienter Produktionsprozesse. Zudem wurde am Standort  Roosendaal in den Niederlanden 2020 eine Recyclinganlage installiert, mit  deren Hilfe Ausschuss von (glasfaserverstärkten) Thermoplasten direkt im Werk wiederverarbeitet  werden kann. Vor der Installation musste das Ausschussmaterial noch zu einem externen Aufbereiter nach Deutschland gebracht werden.  Neben dem wertvollen Recycling vor Ort können auf diese Weise also auch Transportwege und damit CO2 eingespart werden.

Energieeffizienz steigern

Laufend investiert POLYTEC in die Modernisierung ihrer Werke. Die Isolierung von Leitungen, Maschinen und Gebäuden, moderne und leistungsstarke Brennwertgeräte, LED-Beleuchtung, Energiemanagementsysteme und viele andere Maßnahmen haben den relativen Energieverbrauch der POLYTEC GROUP in den vergangenen Jahren immer weiter reduziert. Einen wesentlichen Anteil an dieser erfreulichen Entwicklung haben interne Energiekreisläufe. An den Standorten Lohne, Gochsheim, Wolmirstedt und Hörsching etwa sind bereits hocheffiziente Wärmerückgewinnungssysteme im Einsatz, mit deren Hilfe Abwärme aus Prozessanlagen für andere Bereiche, beispielsweise zur Gebäudeheizung, genutzt wird.

Umweltemissionen vermeiden

Eine Maßnahme, mit der POLYTEC ihre Emissionen verringern möchte, ist die Erhöhung des  Anteils von Energie aus erneuerbaren Quellen an ihrem Energiemix und die Installation von Photovoltaik-Anlagen auf Dachflächen ihrer Werke. Darüber hinaus wird sachgerechte Abfalltrennung bei POLYTEC durch ein einheitliches Farbleitsystem unterstützt. Auf diese Weise kann im Unternehmen unvermeid barer Abfall einem sinnvollen Recycling zugeführt werden. Durch das Mülltrennungssystem wird nicht nur Restabfall, sondern auch der  Aufwand für Müllentsorgung verringert. Bei der Lackierung verwendet POLYTEC in erster Linie Wasserlacke. Der Verbrauch von Lösungsmitteln wird dadurch deutlich reduziert, was geringere Umweltemissionen zur Folge hat. Und last but not least tragen die Leichtbauprodukte von POLYTEC millionenfach dazu bei, dass Mobilität weltweit effizienter und damit umweltschonender wird.

WIRTSCHAFTLICH, EFFIZIENT, UMWELTFREUNDLICH

INTELLIGENTER KLIMASCHUTZ BEI POLYTEC

Ausgangspunkt für dieses ambitionierte Ziel von POLYTEC in puncto Klimaschutz ist eine verlässliche Datenbasis. Seit 2020 wird deshalb der CO2-Ausstoß aller Standorte des Konzerns in einer zentralen Datenbank gesammelt und ausgewertet. Anhand dieser Datenanalyse können konkrete Projekte sehr  genau geplant, umgesetzt und evaluiert werden. 
Innerhalb der POLYTEC GROUP fungiert der oberösterreichische Standort Ebensee als Role Model für eine nachhaltige Produktion. Hier werden Logistikboxen und Exterieurteile für PKW und LKW im Spritzgussverfahren hergestellt. Bereits seit mehreren Jahren arbeitet die energieintensive Produktion in Ebensee nahezu CO2-neutral. Und viele der an diesem Standort erfolgreich eingeführten Innovationen werden sukzessive auf andere Werke des Konzerns übertragen.
Zu den zentralen neuen Initiativen, die POLYTEC im Jahr 2020 lancierte, gehört die geplante Installation von Photovoltaikanlagen an neun Standorten der Gruppe. Weitere wichtige Schritte auf dem Weg zur Klimaneutralität setzt das Unternehmen mit der Installation moderner und (energie-)effizienter Anlagen sowie mit Maßnahmen zur Verkürzung von Transportwegen.

Grüner Strom

Die Werkshallen der POLYTEC GROUP verfügen über enorme Dachflächen mit einer Gesamtausdehnung von über 300.000 Quadratmeter. Dies entspricht etwa 43 Fußballfeldern. Ab dem zweiten Quartal 2021 sollen Teile dieser Flächen sukzessive zur Stromerzeugung aus Sonnenenergie genutzt werden. Gemeinsam mit einem Kooperationspartner errichtet POLYTEC dazu an voraussichtlich neun ihrer Standorte großflächige Photovoltaikanlagen. Bis zu 10 GWh „grünen Strom“ könnten sie jährlich liefern und damit ganz wesentlich zu einer künftig CO2-neutralen Produktion bei POLYTEC beitragen.

Kürzere Transportwege

Glasfasern dienen als Ausgangsmaterial für viele Leichtbauprodukte. 2018 schloss POLYTEC einen Liefervertrag mit einem ägyptischen Glasfaserproduzenten. Davor hatte das Unternehmen diesen wichtigen „Rohstoff“, von dem es jährlich rund 4.500 Tonnen verarbeitet, aus China bezogen. Mit dem Vertragsabschluss erreicht POLYTEC eine erhöhte Versorgungssicherheit und verkürzt die Transportwege deutlich. In Summe spart POLYTEC durch den neuen Liefervertrag jährlich knapp EUR 1,5  Mio. und vermeidet gleichzeitig 51.000 Transportkilometer sowie 460 Tonnen CO2.

Umweltfreundliche Anlagen

Leistungsstarke Anlagen, die für die Produktion von innovativen Kunststoff-Bauteilen bei POLYTEC eingesetzt werden, erfordern eine wirkungsvolle Kühlung. Dazu gehören beispielsweise Werkzeuge, mit denen Kunststoffmaterialien verarbeitet werden, oder Hochleistungspressen, deren Hydrauliköl in einem idealen Temperaturbereich gehalten werden muss. Zur Herstellung des dafür benötigten Kühlwassers setzt POLYTEC hoch energieeffiziente Systeme ein. An ihrem slowakischen Standort Sládkovičovo installierte POLYTEC im Oktober 2020 ein solches System. Durch eine neue Kältezentrale sowie ein neues Rohrleitungssystem wurden die Kühlkreise für die Werkzeugkühlung und die Maschinenkühlung getrennt. Die Investition lohnt sich sowohl im Hinblick auf den Klimaschutz als auch wirtschaftlich. Denn im Vergleich zur bisher eingesetzten Anlage lassen sich mit der neuen Kältezentrale jährlich bis zu 420 MWh Strom einsparen.

PRODUKTE MIT MEHRWERT

SAUBERE TEILE

Neben den internen Initiativen von  POLYTEC für eine umweltfreundliche Produktion trägt auch der Einsatz der vom Unternehmen erzeugten Fahrzeugteile zum Klima- und Umweltschutz bei. Hier spielt einerseits das Thema Gewichtsreduktion eine wichtige Rolle. Die meisten Teile, die POLYTEC für PKW oder LKW aus Kunststoff entwickelt und fertigt, bringen bei gleicher Belastungsfähigkeit und Stabilität wesentlich weniger Gewicht auf die Waage als ähnliche Lösungen aus  Metall. Geringeres Gewicht bedeutet weniger Kraftstoffverbrauch und damit geringere Emissionen.

Ein weiterer Aspekt ist die Integration unterschiedlicher Funktionen in einem einzigen Bauteil. In der Entwicklung solcher Module zählt POLYTEC zu den weltweit führenden Unternehmen der Automobilzulieferindustrie. Die Vorteile von Funktionsintegration sind vielseitig: Es müssen weniger Teile und Material verbaut werden, die Komplexität des Fahrzeugs wird reduziert, und oftmals erbringen derartige Module eine deutlich bessere Performance als herkömmliche Funktionsträger – auch in Sachen Sauberkeit. 


Für die Hybridfahrzeuge Evoque, E-Pace und Discovery Sport von Jaguar Land Rover fertigt POLYTEC etwa Batteriegehäuse aus einer Materialkombination von GMT und GMTex. Im Vergleich zur entsprechenden Stahllösung reduziert sich das Gewicht des Bauteils um 7 Kilogramm bzw. 65 Prozent. 

Batteriegehäuse

Ein Beispiel für verbesserte Performance durch intelligente Funktionsintegration ist der differenzdruckgeregelte Ölabscheider, den POLYTEC für verschiedene OEMs herstellen wird. Neben der leichten Bauweise und einer Funktion, die für Motoren nach der Abgasnorm Euro 7 optimiert ist, verringert das Modul den Schadstoffausstoß und den Motorölverbrauch des Fahrzeugs.

Oelabscheider

Bei der Produktion des Getriebespritzrohrs für das Direktschaltgetriebe von Fahrzeugen der VW-Gruppe kommt ein zentraler Vorteil von Kunststoff als Ausgangsmaterial zum Tragen, nämlich seine nahezu völlige Designfreiheit. Anstelle von sechs vorgeformten Stahlrohren, die einzeln produziert und aufwendig zusammengefügt werden müssen, tritt ein einziges, strömungsgünstig geformtes Modul, das die Zahnräder im Getriebe ausreichend mit Öl versorgt. Durch die Produktion des Spritzrohrs „aus einem Guss“ lassen sich Materialverbrauch, Produktionsaufwand und Gewicht reduzieren, Transportwege verkürzen und der Energieaufwand bei der Montage verringern. Das Rohrsystem verlässt das Spritzgusswerkzeug als montagefertiges Teil.

Getriebespritzrohr