POLYTEC PASSION CREATES INNOVATION

NEUES SET-UP DANK KONSEQUENTER TRANSFORMATION

FORCING THE PACE

Das Marktumfeld der POLYTEC GROUP befindet sich in einem Prozess nachhaltiger Veränderung. Neue Mobilitätskonzepte erfordern mehr denn je innovative und einfache Lösungen aus einer Hand. Mit einem völlig neuen organisatorischen Set-up wird POLYTEC diesen Ansprüchen gerecht.

 

Herausfordernd, schwierig, kritisch. Dem Wirtschaftsjahr 2020 wurden in den vergangenen Monaten viele Attribute verliehen. Einige davon beschreiben auch die Lage in der POLYTEC GROUP. Wie alle anderen Automobilzulieferunternehmen war sie nicht nur vom fundamentalen Wandel der Automobilindustrie, sondern allem voran direkt von den Verwerfungen durch die Coronakrise betroffen. Ein ganz anderer Begriff müsste hier jedoch noch vor allen anderen genannt werden: Beschleunigung. Denn der Konzern nutzte die einschneidenden Auswirkungen der Pandemie für ganz wesentliche organisatorische Maßnahmen, die die POLYTEC GROUP vor dem Hintergrund eines veränderten Marktumfelds erfolg reich in die Zukunft führen sollen.
Neue Mobilitätskonzepte wie E-Mobility, die immer weiter steigende Nachfrage nach Leichtbaulösungen und die Integration verschiedener Funktionen in einem einzigen Bauteil sind nur einige der vielen Treiber, die den Markt für Fahrzeugteile aus Kunststoff in den letzten Jahren verändert haben. Um diesem strukturellen Wandel Rechnung zu tragen, leitete POLYTEC bereits vor mehreren Jahren eine Kurskorrektur ein: Von Lean Management bis Digitalisierung, von Netzwerkorganisation bis Empowerment setzte das Unternehmen eine Vielzahl an Initiativen in unterschiedlichen Bereichen. Allesamt mit dem Ziel, die Technologiekompetenz des gesamten Konzerns voll auszuschöpfen und auf diese Weise die Chancen des veränderten Marktumfelds gezielt zu ergreifen.


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Kundenfokus­ durch­ verschränkte­ Technologien

Seit 2019 verkörpert die POLYTEC SOLUTION FORCE​​​​​​​ das Streben nach Kunststofflösungen über Technologiegrenzen hinweg. Hinter diesem Marktauftritt steht eine Organisation, die aus acht Produktlinien besteht und an die Stelle der bisherigen – nach Technologien gegliederten – Business Units trat. Mit der Neuaufstellung hat sich für POLYTEC auch der Ausgangspunkt ihrer Arbeit verändert. Sie geht nicht von der Innensicht aus – also von der Frage „Welche Technologien beherrscht  POLYTEC?“ –, sondern vielmehr von der Perspektive des Kunden: „Welche Lösung bietet POLYTEC für mein Projekt?“ Dazu wird in der POLYTEC GROUP technologieübergreifendes Arbeiten in Zukunft noch deutlicher gefördert und gefordert. Die Absicht dieser Neuaufstellung: Sie rückt den Kundennutzen klar in den Fokus. Der Kunde einer bestimmten Branche benötigt ein Bauteil mit konkreten Eigenschaften und Funktionen – und POLYTEC liefert eine maßgeschneiderte Gesamtlösung aus einer Hand. Auf Wunsch berät sie auch umfassend in Fragen der Materialauswahl, der Bauteilentwicklung und der Fertigungstechnologie. CSO Peter Bernscher erklärt: „Der Kunde kommt nicht mehr in das Dilemma, sich im Vorfeld überlegen zu müssen, ob beispielsweise Spritzguss, Faserverbund oder Polyurethan die beste Lösung ist. Solange er das Produkt in Kunststoff realisieren will, ist er bei POLYTEC gut aufgehoben, denn wir kümmern uns kompetent um die Detailkonzeption.“ Für den Kunden vereinfacht dies die Realisierung neuer Produktideen, da er bei Bedarf schon in der Konzeption eines Produkts auf das Know-how von POLYTEC in allen Fragen rund um Materialien und Fertigungstechnologien zurückgreifen kann. 

 

MEHR ÜBER UNSERE PRODUKTLINIEN ERFAHREN​​​​​​​

 

Aktive­ Entwicklungsarbeit­­ erweitert­ Marktchancen

Die POLYTEC SOLUTION FORCE​​​​​​​ arbeitet aber keineswegs nur an konkreten Kundenaufträgen, sondern entwickelt zunehmend auch eigene Produktlösungen. Interne und externe Experten erforschen neue Materialkombinationen, Anwendungen und Fertigungsprozesse. Näheres dazu und zu anderen Innovationen aus dem Hause POLYTEC lesen Sie hier​​​​​​​. 
Egal ob Kundenauftrag oder Inhouse-Entwicklung: Entscheidend für den Markterfolg eines Produkts ist enge Zusammenarbeit. Und genau das findet in der Produktlinien-Organisation von POLYTEC statt. Vertriebsmitarbeiter evaluieren die Nachfrage, Entwicklungsingenieure finden die optimale technologische Lösung, und Projektmanager setzen die Projekte professionell um. Auf diese Weise entstehen aus Kundenwünschen oder eigenen Ideen erfolgreiche Lösungen für einen heiß umkämpften Markt.
Das klingt einleuchtend, logisch und zunächst auch einfach. Jedoch bedurfte es dazu umfassender organisatorischer Anpassungen im Hintergrund. Das Krisenjahr 2020 nutzte POLYTEC für die letzten entscheidenden Schritte in diesem Prozess, die alle Maßnahmen der vergangenen Jahre zusammenführten. Damit gelang der Abschluss eines der größten Reformprogramme in der Unternehmensgeschichte der POLYTEC GROUP. 

 

 

Zentral­koordinierte ­Servicefunktionen ­schaffen
​​​​​​​­Synergien ­und­ Vereinfachung

Eine der wichtigsten Maßnahmen bestand in der Zusammenlegung von Servicefunktionen, die bisher von den  Business Units COMPOSITES, PLASTICS und CAR STYLING parallel organisiert wurden. Seither werden neben Leistungen aus den Bereichen Lean Management, Human Resources und  Digitalisierung & IT auch Leistungen aus den Fachbereichen Einkauf, Werkzeugbau und Qualitätsmanagement sowie sämtliche Kompetenz rund um den Fertigungsprozess gebündelt für die gesamte POLYTEC GROUP erbracht. Das bringt nicht nur Kostenvorteile durch Synergien, sondern erleichtert auch das Arbeiten über Technologie- und Werksgrenzen hinweg. Die Basis dafür bildeten nicht zuletzt die Digitalisierungsschritte der vergangenen Jahre: Zahlreiche standortübergreifende Teams arbeiten heute an neuen Produktlösungen und -ideen. Und dies wiederum ist die Grundvoraussetzung für die Erweiterung des Produkt- und Kundenportfolios der POLYTEC GROUP. 

Aus­ Business­ Units­ werden­ ­Produktlinien ­und ­Werkscluster

Kulturell dürfte die bereits erwähnte Zusammenführung der Business Units die größte Zäsur für die  POLYTEC GROUP darstellen. Über nahezu drei Jahrzehnte dienten die nach  Material- und Fertigungstechnologien geclusterten Unternehmensbereiche als Orientierungspunkte – sowohl intern als auch für den Marktauftritt der Gruppe nach außen. Zwar wurde technologie-übergreifende Zusammenarbeit in der POLYTEC GROUP schon immer gelebt, jedoch nicht in jenem Ausmaß, in dem es für die Bearbeitung des nunmehr veränderten Marktes notwendig ist. „Es ist wenig zielführend, sich einerseits gedanklich und praktisch produktorientiert auf Produktlinien umzustellen und sich andererseits in drei vollausgestatteten technologieorientierten Business Units zu organisieren“, erläutert Markus Huemer seine Überlegungen. Das  Management der POLYTEC GROUP entschloss sich daher, die Business Units in zwei regionalen Werksclustern mit einer gemeinsamen Organisation zusammenzuführen. So können Gemein- und Overheadkosten gesenkt und zugleich das Service-Level gesteigert werden. 
Außerdem erlaubt die Organisation in Werkscluster eine skalierbare Produktion. „Es ist wichtig, gut auf mögliches Wachstum durch Akquisitionen vorbereitet zu sein“, erklärt COO Heiko Gabbert. „Die Werkscluster sind dafür bestens geeignet, weil neue Fertigungsstandorte leicht angegliedert werden können.“

​​​​​​​Koordinierter­ Transfer­ von ­­Know-how

Die Neuorganisation soll außerdem dazu beitragen, die enorme Technologie- und Fertigungskomplexität im Konzern auf Dauer beherrschbar und für die Entwicklung und Fertigung von Produkten nutzbar zu machen. Dafür zeichnet unter anderem die Abteilung Operational Excellence, kurz OPEX, verantwortlich. Sie bildet die Schnittstelle zwischen den Produktlinien und der Fertigung in den einzelnen Werken. Letztere können sich auf diese Weise viel besser auf ihr operatives Tagesgeschäft konzentrieren, während OPEX Know-how und Erfahrung aus allen Standorten des Konzerns sammelt, um es gebündelt zur Verfügung zu stellen. Außerdem koordiniert die Abteilung die Bereiche Prozess- und Automatisierungstechnik sowie Logistik und Instandhaltung. Das Resultat dieses Systems sind eine bessere Performance und geringere Produktionskosten. Letztlich soll OPEX durch zentral gesteuerten Wissenstransfer auch den Aufbau von Werken möglich machen, in denen unterschiedliche Kunststofftechnologien angewendet werden, ohne dass jedes einzelne Werk über das gesamte Technologie-Know-how der Gruppe und die entsprechenden Ressourcen verfügen muss. Die Etablierung solcher schlank organisierter Werke, die verschiedene Technologien an einem Standort vereinen, ist nicht zuletzt deshalb wichtig, weil im Markt Produkte an Bedeutung gewinnen, deren Fertigung die Anwendung verschiedener Materialien und Technologien erfordert. Auch hier übernimmt die Abteilung OPEX eine zentrale Aufgabe.

 

 

Controlling:­ Effizient, ­transparent,­ schlagkräftig

Auch im Bereich Finance wird die Performance gesteigert. Dafür soll unter anderem die Digitalisierung vorangetrieben werden. Ziel ist es, maximale kaufmännische Transparenz über den gesamten Produktlebenszyklus von Kundenprojekten hinweg herzustellen. Im Rahmen laufender Digitalisierungsprogramme baut POLYTEC eine standardisierte Datenwelt auf, um die Datenverfügbarkeit zu verbessern und die Steuerung zu erleichtern. CFO Peter Haidenek erwartet sich davon deutlich effizienteres Arbeiten und einfachere Kommunikation.

Neuer ­Spin ­für ­neue­ Marktsegmente­ und ­Innovationen

Mithilfe der neuen Organisation will  POLYTEC in den kommenden Jahren jedenfalls voll durchstarten und ihr Portfolio in den Bereichen E-Mobility und Non-Automotive erweitern. Schon heute ist der Konzern aus technologischer Sicht gut in diesen Sparten aufgestellt und fertigt komplexe Module für elektrisch betriebene Fahrzeuge ebenso wie für Industrieanwendungen. „Durch die konzeptionelle Neuauslegung von Fahrzeugen ändert sich gerade vieles. Neue Player suchen kompetente Partner, die unterschiedliche Technologien und Prozesse beherrschen“, ist CSO  Peter Bernscher überzeugt. Die POLYTEC SOLUTION FORCE​​​​​​​ soll der Bearbeitung dieser neuen Marktsegmente zusätzlichen Spin verleihen und außerdem die Entwicklung eigener Produktideen fördern.

Solide ­finanzielle ­Ausstattung­

Finanziell ist die POLYTEC GROUP trotz des abgelaufenen Krisenjahres übrigens gut aufgestellt. Eine Eigenkapitalquote von mehr 42 Prozent bildet die solide Kapitalbasis für Investitionen in die organisatorischen Maßnahmen ebenso wie in Produktentwicklung und etwaige Akquisitionen. Letztere bilden für die POLYTEC GROUP weiterhin einen wesentlichen strategischen Baustein für zukünftiges Wachstum. 
Mit dem organisatorischen Umbau beginnt für die POLYTEC GROUP zweifellos eine neue Ära. Das Unternehmen hat sich in vielen Bereichen neu erfunden und befindet sich nun mit einem neuen Set-up in der richtigen Spur auf dem Weg in eine nachhaltig erfolgreiche Zukunft.

 

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